17.12.2011: Hessische Meisterschaften der Schülerinnen A in Bad Homburg / Viola McKearney erreicht fünften Platz im Einzel
Am Samstag, den 17.12.2011 fanden in Bad Homburg die Hessischen Meisterschaften der Schüler und Schülerinnen A statt. Bei frostigen Temperaturen traten Chefcoach Oliver Wirbs, sowie die qualifizierten Spielerinnen Tanja Volland und Viola McKearney die nicht allzu lange Reise nach Bad Homburg an, um sich mit den besten Spielerinnen des ganzen Bundeslandes zu messen und um Ruhm und Medaillen zu kämpfen. Viola, die sich seit Wochen in einer bestechenden Form befindet, hatte sich einiges vorgenommen, wollte mindestens die Gruppenphase überstehen und dann abwarten, wie weit es in dem Turnier gehen kann. Für Tanja, die schon am letzten Wochenende bei den B-Schülerinnen am Start gewesen war, lautete die Devise, ein gutes Turnier zu spielen und die eine oder andere Gegnerin zu ärgern. Beide gingen gemeinsam im Doppelwettbewerb an die Tische und damit sollte das Turnier seinen Anfang nehmen.
Der Doppelwettbewerb wurde im einfachen K-O System ausgetragen und Viola und Tanja machten ihr erstes Spiel im Achtelfinale. Die frühe Uhrzeit war keiner von beiden Spielerinnen anzumerken und souverän wurde die erste Runde mit 3:0 gemeistert, sodass man sich frühzeitig für das Viertelfinale qualifiziert hatte. Danach begann bereits der Einzelwettbewerb. Tanja erwischte einen guten Start und konnte nach gutem Tischtennis mit 1:0 nach Sätzen in Führung gehen. Beide Spielerinnen standen sich in nichts nach und konsequenterweise musste das Spiel im fünften Satz entschieden werden. Auch hier entwickelte sich ein spannender Kampf, den Tanja leider mit 8:11 verlor und im Auftakteinzel somit eine Niederlage einstecken musste.
Kurz darauf ging auch Viola im Einzel an den Start und bestätigte erneut, in welch guter Verfassung sie sich derzeit befindet. Mit 3:0 fertigte sie ihrer Kontrahentin ab und verschaffte sich damit schon eine gute Grundvoraussetzung, um das Achtelfinale zu erreichen. Die Gruppenphase wurde nun vollends fertig gespielt, bis der Doppelwettbewerb fortgesetzt wurde.
Für Tanja war die Niederlage im ersten Einzel keine gute Basis für ihre kommenden zwei Einzel. Konsterniert und spielerisch nicht mehr auf dem Level, das sie noch im ersten Spiel zeigte, verlor sie ihre zweite Partie mit 1:3, womit bereits feststand, dass sie die Runde der letzten 16 nicht mehr erreichen konnte. Das letzte Gruppenspiel hatte somit nur noch statistischen Wert und dementsprechend konnte Tanja sich nicht genug aufbäumen, um mit einem Sieg das Turnier zu beenden im Einzel. Nach einem schnellen 0:3 war für sie der Einzelwettbewerb beendet.
Violas Abschneiden hingegen war von mehr Erfolg gekennzeichnet. In ihrem zweiten Gruppenspiel nahm sie den Schwung aus dem ersten mit und siegte nach vier Sätzen mit 3:1, bevor es zum entscheidenden Spiel zwischen ihr und der Spielerin Auth kam, welches den Gruppensieg ausspielen würde. Obwohl Viola gute Bälle spielte und zur meisten Zeit das Tempo ihrer Gegnerin mitgehen konnte, reichte es zum Sieg nicht und nach drei Sätzen musste sie ihrer Kontrahentin zum Sieg gratulieren. Nichtsdestotrotz zog sie als Gruppenzweite in das Achtelfinale der Hessischen Meisterschaften ein.
Es folgte nun die Fortsetzung des Doppelwettbewerbes. Viola und Tanja spielten in den ersten beiden Sätzen des Viertelfinals groß auf und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Tanja hatte die Niederlagen im Einzel gut weggesteckt und zeigte eine gute Trotzreaktion darauf. Was dann allerdings geschah, ist mit Worten schlecht zu beschreiben und es wäre gut möglich, dass eine höhere Kraft ihre Finger mit im Spiel gehabt hat, denn: Nachdem sie den dritten Satz verloren hatten und im vierten Satz vier Matchbälle in Folge beim Stande von 10:6 nicht zum Sieg reichten, vergaben sie im fünften und entscheidenden Satz eine 8:3 Führung und machten in Folge dessen keinen einzigen Punkt mehr. Mit 8:11 ging der letzte Satz verloren und Viola und Tanja schieden im Viertelfinale aus und verpassten damit dem Sprung auf das Treppchen. Eine unfassbar bittere Niederlage, die auch Trainer Oliver Wirbs zusetzte und ihm sicher einige graue Haare gewachsen sind beim Realisieren dieses Ergebnisses.
Es galt nun für Viola, diese Niederlage schnellst möglich zu verkraften und sich auf ihre Aufgaben im Einzelwettbewerb zu konzentrieren. Dies gelang ihr auch recht gut, da sie im Achtelfinale an ihre Leistung aus der Vorrunde anknöpfte und mit einem 3:0 Sieg in das Viertelfinale einzog. Allein diese Leistung ist schon sehr hoch anzurechnen und freute alle Beteiligten sehr. Sie traf nun auf die an Position drei gesetzte Spielerin Hölzel und ging als krasse Außenseiterin in die Partie, wodurch sie nichts zu verlieren hatte. Wie auch im letzten Spiel der Gruppenphase hatte Viola ihre Gegnerin immer in Sichtweite und es hatte nicht den Anschein, als ob sie chancenlos am Tisch stünde. Dennoch schaffte sie es nicht, Hölzel einen Satz abzuknöpfen und schied nach drei verlorenen Sätzen im Viertelfinale aus. Somit ging ein Turnier zu Ende, welches von einem hervorragenden Abschneiden im Einzel durch Viola gekennzeichnet war, jedoch einen bitteren Beigeschmack durch das unglückliche Ausscheiden im Viertelfinale des Doppelwettbewerbes mit sich zog. Hier wäre deutlich mehr möglich gewesen und ein Podestplatz mehr als verdient gewesen. Dennoch war Coach Oliver Wirbs hochzufrieden und konnte mit beiden Spielerinnen die Heimreise antreten.